Seit Oktober 2018 ist die elektronische Vergabe (eVergabe) zur Pflicht geworden.


Bei einem dreistündigen Online-GAEB-VOB-Schnupperkurs erfahren Sie praxisnah und verständlich, worum es bei dem neuen Vergaberecht geht:

  • 1,0 Stunde neues VOB-Vergaberecht/eVergabe (Referent Herr Rechtsanwalt Uwe Manker),
  • 1,5 Stunden GAEB-Grundlagen
  • 0,5 Stunden Informationen zu den Programmen "GAEB-Konverter" und "GAEB-Vergleich"


Der nächste Kurs findet am Freitag, dem 11.12.2020 um 09:00 Uhr statt.

Sie benötigen lediglich:
- einen PC/Notebook mit Internetanschluss sowie
- PC-Lautsprecher mit Mikrofon oder Telefon/Handy.

Kosten pro Person: 80,00 Euro netto

Für eine Anmeldung nutzen Sie bitte das beigefügte Anmeldeformular.
Weitere Termine finden Sie auf unserer Homepage www.gaeb-tools.de/schulung/.

Bundeslandwirtschaftsministerium fördert Investitionen in Digitalisierung und Technik für die nachhaltige Waldwirtschaft

Der Waldumbau nimmt weiter Form an: Die Bundesregierung hat in ihrem Konjunkturpaket unter anderem vereinbart, dass der Erhalt und die Bewirtschaftung der Wälder einschließlich der Digitalisierung in der Forstwirtschaft und Investitionen in moderne Ausrüstung und Technik für die Forstwirtschaft gefördert werden sollen. Am 03.11.2020 startet nun als erster Schritt das neue „Investitionsprogramm Wald“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Bis Ende 2021 stehen hierzu rund 50 Millionen Euro bereit. 

Was genau wird gefördert?

Gefördert werden Investitionen in IT-Hard- und Software, Maschinen, Geräte, Zugpferde, Anlagen und Bauten, die in der nachhaltigen Forstwirtschaft und der mobilen Holzbearbeitung zum Einsatz kommen. Für die gesamte Investitionssumme gibt es einen Zuschuss von 40 Prozent. Der Restbetrag ist über einen zinsgünstigen Programmkredit der Landwirtschaftlichen Rentenbank zu finanzieren. Das Programm startet auf De-minimis-Basis und wird zeitgleich bei der EU-Kommission zur Notifizierung angemeldet. 

Wer wird gefördert?

Gefördert werden private und kommunale Forstbetriebe, forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse, forstliche Lohnunternehmer, forstliche Sachverständige und Forstbaumschulen.

Alle Informationen zum Programm und zur Antragstellung finden sich bereits unter:

https://www.rentenbank.de/foerderangebote/bundesprogramme/waldwirtschaft/

Hintergrund:

Trockenheit, Stürme und Schädlingsbefall haben die Wälder Deutschlands in den vergangenen beiden Jahren massiv geschädigt. Das BMEL ist deshalb seit über einem Jahr aktiv, um die Akteure in der Forstwirtschaft in dieser Krisensituation mit zusätzlichen GAK-Mitteln zu unterstützen. Bund und Länder haben bis zum Jahr 2023 insgesamt rund 800 Millionen Euro zusätzlich bereitgestellt. 

So wichtig diese GAK-Hilfen auch sind: Viele Erwerbsforstbetriebe leiden derzeit massiv an Liquiditätsproblemen in Folge der hohen Holzmengen und der in Folge eingebrochenen Holzmärkte. Durch die Corona-Pandemie und die zumindest zeitweise unterbrochenen Wertschöpfungsketten hat sich diese Situation zusätzlich verschärft. Die Bundesregierung hat deshalb Wald und Holz im Corona-Konjunkturpaket mit insgesamt 700 Millionen Euro berücksichtigt. Zur Unterstützung von privaten und kommunalen Waldbesitzern plant das BMEL im Rahmen des Konjunkturpakets auf Basis von De-minimis außerdem eine einmalige Prämie für eine besonders nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder, die durch eine Zertifizierung nachgewiesen werden muss.

Quelle:

Referat MK1

Pressestelle

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

 

Seit über 30 Jahren werden biologisch schnell abbaubare Hydrauliköle in Forstmaschinen eingesetzt. Gegenwärtig gibt es kaum noch Forstmaschinen, die mit mineralölbasischen Ölen im Wald eingesetzt werden. Bei der Zertifizierung zeichnet sich ab, dass es unterschiedliche Tendenzen gibt, wie die biologische Abbaubarkeit vom jeweiligen Lieferanten erfasst und anerkannt werden soll? Auffällig in der letzten Zeit ist, dass der Forstwirtschaft teilweise Öle angeboten werden, für die die jeweiligen Anbieter die biologische Abbaubarkeit ohne normgerechten Bezug ausloben.

Neben den Ausschreibungsvorgaben durch den Auftraggeber können die Betreiber von Forstmaschinen bei unsachgemäßer Befüllung Ihrer Maschinen mit folgenden Gesetzen in Konflikt geraten:

  • WHG (Wasserhaushaltsgesetz)
  • UHG (Umwelthaftungsgesetz)
  • USchadG (Umweltschadensgesetz).

Im jährlich veröffentlichten Bußgeldkatalog werden auch die Spannweiten der möglichen Bußgelder angegeben.

Der Sinn einer Zertifizierung ist es den Maschinenanwendern und den Auftraggebern gleichermaßen zum sicherst denkbaren Betrieb der Maschinen im Wald zu verhelfen.

Genau genommen müssen biologisch schnell abbaubare Öle, wenn Sie in Forstmaschinen eingesetzt werden (mindestens) der ISO 15380 entsprechen und die biologische Abbaubarkeit gemäß den gültigen OECD-Richtlinien ausweisen. Weiterhin soll es wünschenswert (aber nicht zwingend) bleiben, dass die eingesetzten Produkte ein ECO-Label, wie zum Beispiel Blauer Engel oder EEL haben. So gelabelte Produkte geben dem Anwender (und dem Zertifizierer) die Sicherheit, dass die relevanten Normen eingehalten worden sind und die biologische Abbaubarkeit nach anerkannten Methoden getestet worden ist. Darüber hinaus können weitere Prädikate zu einer positiven Bewertung beitragen. Das sind zuerst CO2-reduzierende Eigenschaften oder weitere dem Umweltschutz und der Wirtschaftlichkeit zugewandte Besonderheiten. Wichtig hierbei ist aber, dass es zu keinem Verständnisfehler kommt, denn die Eigenschaften und Besonderheiten, die gerne als „Kann-Option“ mitgeführt werden, können gegen die „Muss-Vorgaben“ nicht getauscht oder verwechselt werden.

Diese sachdienliche Aufklärung ist auch der Schwerpunkt der Aufklärungskampagne. Daran werden sich die wesentlichen Anbieter biologisch abbaubarer Hydrauliköle, die Firmen PANOLIN, Fuchs und Kajo beteiligen.

Hauptträger dieser Kampagne ist die RAL Gütegemeinschaft Wald- und Landschaftspflege e.V..